Dieser Winzer ruft zum Kampf gegen die Lesemaschinen auf

Weningers Kampf gegen die Maschinen

Rage against the Machine

Mit einer ungewöhnlichen Aktion macht der burgenländische Winzer Franz Weninger derzeit auf die zunehmende maschinelle Weinernte aufmerksam.

“Wir sind bekennende Handleser. Nicht aus Dogmatismus, sondern vor dem Hintergrund kultureller Aspekte. Natürlich wird es auch für uns immer schwierigen, die dafür notwendigen Menschen zu finden, doch wir geben die Handlese bestimmt nicht auf. Eine Reihe von Gründen ist dafür ausschlaggebend”, schreibt Franz Weninger auf seinem Online-Blog (Hier klicken, um den gesamten Blog zu lesen – was wir sehr empfehlen).

Franz Weninger mit dem “Rage against the Machine”-Shirt.

Und weiter: “Die Realität in unserer Region spricht Bände: in Deutschkreutz sind bestimmt mehr als 10 Maschinen unterwegs und auch in Horitschon dürfte mittlerweile mehr als die Hälfte der Winzer maschinell ernten. Meine Argumente gegen das Abschlagen (Rütteln) der Reben führten ebenfalls ins Leere. Schon klar: viele Tätigkeiten, die der Winzer verrichtet, wie etwa die Entfernung von Laub und Trieben verletzen so gesehen auch die Rebe. Hier wird dann auch schnell klar, dass selbst ein biodynamischer Weinbauer ein Kulturpfleger ist und diese Tätigkeiten mit der Natur wenig zu tun haben – auch der Begriff „Naturwein“ führt so in die Irre, aber das ist eine andere Geschichte. In der Kultur der Bewirtschaftung macht der Mensch alles Mögliche, um den Wein besser zu machen, doch er bezieht das Wohl der Rebe mit ein. Einfach weil er lange mit ihr arbeiten will.”

Nun hat der Winzer sein “Lese-T-Shirt 2018” präsentiert und das Logo für befreundete Winzer freigegeben – derzeit sind das Triebaumer, Wachter Wiesler, Claus Preisinger und Michael Gindl.

Unterstützen kann die Aktion jeder mit dem Kauf eines T-Shirts: Alle Infos zum Kauf hier!

 

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