Putins Sommelier: Beim Weinservice gab es Alarmstufe Rot

Putins Sommelier

Bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl hatte Christopher Oswald einen ganz besonderen Gast: den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Nur beim Weinservice gab es Alarmstufe rot

Christopher Oswald ist Sommelier und Serviceleiter im Gasthaus Tscheppe an der südsteirischen Weinstraße. Bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl hatte er einen ganz besonderen Gast: den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Der Sicherheitsaufwand war enorm. Schon zwei Tage vor der Hochzeit reiste der persönliche Leibarzt des russischen Präsidenten an. Unser Küchenchef Heinz Preschan musste alle Gerichte einmal durchkochen, exakt wurden auch sämtliche verwendete Produkte niedergeschrieben. Für die Weine, die bei dieser Veranstaltung ausgeschenkt werden würden, hat sich zu diesem Zeitpunkt noch niemand interessiert. Später sollte ich erfahren warum.

Das Hochzeitsmenü: Nach dem Gruß aus der Küche verabschiedete sich der russische Präsident auch schon wieder.

Dann der Tag der Hochzeit: Schon am Vormittag kamen die Leute vom russischen Geheimdienst und auch vom österreichischen Verfassungsschutz. Genau wurden wir darauf aufmerksam gemacht, wie wir uns Wladimir Putin gegenüber verhalten sollen. „Kommt ihn nicht zu nahe“, war die Message.

Als der russische Präsident schließlich tatsächlich ankam, war alles sehr locker. Die Leute vom Geheimdienst und seine Bodygards waren zwar ständig um ihn herum, aber so unmerklich, dass man sie von den Hochzeitsgästen kaum unterscheiden konnte. Und: Wir konnten Putin gar nicht nahe kommen, er kam zu uns: Handshake, Smalltalk, alles sehr höflich und unaufgeregt.

Muskateller Sekt

Nur beim Weinservice gab es Aufregung: Denn eingeschenkt wurde dem russischen Präsidenten ausschließlich von seinen Sicherheitsleuten. Was er getrunken hat? Muskateller Sekt aus dem Hause Primus Polz zum Empfang und zum Gruß aus der Küche einen Gelben Muskateller 2017 von Hannes Zweytick.

So schnell Putin kam, war er dann auch wieder weg. Was sich noch ausging, war ein gemeinsames Foto, für das Hannes Zweytick und ich dem Präsidenten eine Magnum Sauvignon Blanc Don’t Cry von Ewald Zweytick überreicht haben.

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