Furmint Weine: Lange unterschätzt und jetzt umjubelt

Furmint: Der neue Star auf den internationalen Weinkarten

Neben Ungarn hat sich vor allem Slowenien als Anbaugebiet für Furmint etabliert. Zu den Aushängeschildern zählt das Weingut Dveri-Pax mit seinen Top-Furmint-Lagen in der Region Jeruzalem.

Lange unterschätzt, jetzt umjubelt

Neben Ungarn hat sich vor allem Slowenien als Anbaugebiet für Furmint etabliert. Aber nur wer den Ertrag der Trauben reduziert, erhöht die Qualität dieser Rebsorte, weiß Önologe Danilo Flakus, Kellermeister bei Dveri-Pax.

Kaum eine andere Rebsorte erlebte in den vergangenen Jahren so einen Aufschwung wie Furmint. „Tatsächlich wurde diese Rebsorte lange unterschätzt, dabei kann sie von ihrer Raffinesse und Eleganz viel bringen“, sagt Weinakademiker Philipp Schäffer. Mit seinem Weinhandel „Schaeffers Selektion feiner Weine“ beliefert der Grazer renommierte Betriebe angefangen vom Steirereck in Wien bis hin zum Almhof Schneider in Lech am Arlberg. „Inzwischen ist Furmint ein Fixstarter auf den Weinkarten der besten Restaurants weltweit“, weiß Schäffer.

Stefan Leitner
Auch wenn hier Rotwein im Glas ist. Für Dveri-Pax Kellermeister und Önologe Danilo Flakus zählt Furmint zu den wichtigsten Rebsorten Sloweniens.

Ihren Ursprung findet diese Rebsorte in Ungarn (Tokaj), wo der Winzer István Szepsy als einer der Wegbereiter gilt und Weinbauern wie Atilla Homonna heute zur neuen und international gefeierten Avantgarde zählen. Neben Ungarn hat sich in den vergangenen Jahren vor allem aber auch Slowenien als Produzent dieser besonderen Rebsorte hervorgetan, die hier Šipon genannt wird. Die besten Lagen finden sich auf den Hügeln der Region Jeruzalem, knappe 40 Kilometer von der Grenze zur Südsteiermark entfernt.

Dveri-Pax Šipon Brut 2015: “Nussige, tropische Noten in der Nase. Reichhaltiger, vollmundiger Stil mit glatter Textur und frischer Säure” – so das Urteil der Decanter-Jury.
Wurde bei den “World Wine Awards” mit Silber ausgezeichnet: Furmint Süßwein 2016. Eine ebenso gute Figur machte auch der trocken ausgebaute Furmint.

„Das Klima in Jeruzalem ist optimal für diese Rebsorte. Der Sandboden sowie die auf Süden und Südwest ausgelegten Lagen in etwa 330 Meter Höhe bringen die besten Ergebnisse für Šipon“, erzählt Danilo Flakus, Önologe und Kellermeister des Weinguts Dveri-Pax, das bei den „Decanter World Wine Awards“ jüngst unter die Top-10 Weinbaugebiete Europas gerankt wurde. Das von den steirischen Benediktiner Mönchen betriebene Weingut baut in Jeruzalem auf mehr als 7 Hektar Furmint an. Auch unter den 13 ausgezeichneten Weinen von Dveri-Pax (8 Silber, 5 Bronze – “World Wine Awards”) finden sich drei Furmint-Weine – ein süß sowie ein trocken ausgebauter 2016er-Jahrgang, dazu der Schaumwein Šipon Brut 2015. Dem „Furmint Strohwein 2009“ verlieh das renommierte Decanter-Magazin vor wenigen Jahren sogar die höchste aller Auszeichnungen – die „International Trophy“.

„Der Ursprung jeder Auszeichnung findet sich immer im Weingarten“, erklärt Danilo Flakus. „Furmint ist eine Rebsorte, die sehr große Erträge bringt, wenn man das will. Wir aber reduzieren den Ertrag stark, damit die Trauben an Qualität gewinnen.“ Ausgebaut werden die Dveri-Pax Furmint-Lagenweine in großen Fässern aus slawonischer Eiche, die Klassik im Stahltank. In besonderen Jahrgängen wird Furmint auch als Strohwein gekeltert. Flakus: „Furmint zählt zu den Aushängeschildern des slowenischen Weinbaus. Ein Wein, der unser Land in all seiner Schönheit repräsentiert.“

Dveri-Pax Mönche mit den meisten Medaillen bei “World Wine Awards”

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